In Türkiye ist bei Trailer- und Sattelauflieger-Aufbauten für den allgemeinen Gütertransport ein Anstieg der Produktion sowie der Zertifizierungsprozesse nach dem EN-12642-XL-Standard zu verzeichnen, der im Hinblick auf die „Ladungssicherheit“ als besonders relevant gilt. Ziel dieses Standards ist es, die Qualität in der Branche in Bezug auf Transportsicherheit, Aufbauhaltbarkeit und die Anpassung an internationale Normen zu erhöhen.
Was ist EN 12642-XL aus technischer und normativer Sicht
Der Standard EN 12642 stellt sicher, dass Aufbauten von Nutzfahrzeugen – einschließlich Seitenwänden, Stirn- und Rückwänden, Dach und Boden – den während des Transports durch die Ladung auftretenden statischen und dynamischen Kräften standhalten. Die Klasse EN 12642-XL („verstärkter Aufbau“) bietet im Vergleich zu Standardaufbauten (L-Typ) eine deutlich höhere strukturelle Festigkeit.
In diesem Rahmen muss der Aufbau umfassenden Prüfungen unterzogen werden; die Tests erfolgen sowohl unter statischen Lasten (z. B. Druckbelastung der Wände) als auch unter dynamischen Bedingungen (Bremsen unter Last, Manövrieren, Vibrationen usw.). Aufbauten, die diese Prüfungen erfolgreich bestehen, sind berechtigt, die Kennzeichnung „EN 12642-XL-konform“ zu führen.
Umsetzung und Produktionstrends in Türkiye
In Türkiye bieten einige Aufbauhersteller bereits EN-12642-XL-zertifizierte Traileraufbauten am Markt an. Dabei wird darauf hingewiesen, dass diese Zertifizierung die Prüfung und Dokumentation des Fahrzeugchassis, der Seitenwände, der Planen/Abdeckungen sowie sämtlicher Aufbauelemente erfordert.
Vertreter der Branche betonen, dass diese standardisierten Aufbauten insbesondere von Unternehmen im internationalen Transport bevorzugt werden, da EN 12642-XL erhebliche Vorteile in Bezug auf „Ladungssicherungssicherheit, Transportsicherheit und Arbeitssicherheit“ bietet.
Bedeutung für internationale Konformität und logistische Wettbewerbsfähigkeit
Trailer mit EN-12642-XL-Zertifikat ermöglichen es Transportunternehmen, das sogenannte „Formschluss“-Ladeverfahren anzuwenden. Bei diesem Verfahren ist keine zusätzliche Zurrtechnik erforderlich, sofern die Ladung entsprechend der Aufbaustruktur dicht und formschlüssig positioniert wird; dies reduziert Be- und Entladezeiten sowie den Arbeitsaufwand.
Darüber hinaus bieten Fahrzeuge mit dieser Zertifizierung einen Zuverlässigkeitsvorteil im internationalen Transport, bei Transitladungen und im grenzüberschreitenden Logistikbetrieb und stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit sowohl im Hinblick auf die rechtliche Konformität als auch auf das Vertrauen der Kunden.
